Freitag, 8. Juli 2016

Wohin in Mazedonien - Vol.II

Der Kolešino Wasserfall


Der Kolešino Wasserfall bietet einen magischen Anblick in der bewaldeten Landschaft des Berges Belasica. Der Fluss Baba formt sich zu einzelnen Strömen und sammelt sich dann wieder, bevor er zu einem weiteren Fall über die Felsen ansetzt.

Du kannst Dich auf eine Bank neben den atemberaubenden Wasserfall setzen oder Dich auf die Holzbrücke direkt davor stellen und beobachten, wie sich der 19 Meter hohe Wasserfall über die Steine ergießt.

Und selbst wenn Du Deine Augen schließt, wird er noch Deine Sinne berauschen. Lass Dich von der sausenden Musik des Wassers einlullen, während Du die kühle Luft fühlst und schmeckst und den Duft des Waldes riechst.

Wenn Du den Kolešino Wasserfall von seiner beeindruckendsten Seite erleben möchtest, solltest Du ihn entweder in den Wintermonaten besuchen, wenn er wunderschön gefroren ist, oder im Frühling, wenn das Wasser machtvoll über die Felsen strömt.

Stobi

Stobi war die antike Stadt des Königreiches Paionia. Als Handelszentrum und Handelsstraße erlangte sie im 3. und 4. Jahrhundert immensen Wohlstand, und es wurden diverse imposante Bauwerke geschaffen, von denen einige noch heute stehen.

Der Ort ist eine beliebte archäologische Stätte des Landes, und die Gründe dafür sind leicht zu erkennen. Säulen aus Marmor, ein römisches Amphitheater, Mosaik-Böden, aufwendig gestaltete Taufkapellen sowie Palast- und Basilika-Ruinen sind überall auf dem Gelände verteilt.

Stobi kann man mit dem Zug oder per Auto erreichen. Nach Deiner Ankunft wirst Du nicht nur die Ruinen besichtigen können. Ein Blick über die mazedonische Ebene macht Dein Sightseeing-Abenteuer komplett.

Der Prespa-See


Der See ist ein Naturwunder und präsentiert sich abwechselnd in grünen und blauen Farbtönen.

Seine raue Schönheit wird noch durch die verschiedenen Tiere unterstrichen, die in der Region leben. An den Ufern tummeln sich Möwen, schwarze Raben, Pelikane und Reiher, während unter Wasser Fischarten wie Forellen, Karpfen, Barben und Barsche schwimmen.

Es gibt vier Möglichkeiten, solch einen schönen See zu genießen: Sieh ihn Dir an, so lange Du Lust hast, gehe Segeln, mache eine geführte Wanderung um den See – oder probiere alle drei Varianten!

Struga


Struga ist eine friedvolle und poetische Stadt am Nordufer des Ohrid-Sees. Sie steht im Schatten des lebhafteren Ohrid, aber Struga besitzt einen eigentümlichen, rustikalen Charme.

Einen Großteil dieser urigen Anziehungskraft verdankt Struga dem Fluss Drin, der aus dem Ohrid-See abfließt.

Man nennt Struga auch die Stadt der Poesie, denn hier wurden die Brüder Dimitar und Konstantin Miladinov geboren, bulgarische Dichter, die nicht nur die Sammlung “Bulgarische Volkslieder” veröffentlichten, sondern auch zur Erhaltung der literarischen Tradition Mazedoniens beigetragen haben.

In Struga findet auch das jährliche internationale Dichterfestival “Die Abende der Poesie” statt.

Die Stadt kann man am besten auf einem Spaziergang erkunden. Entlang der Straßen finden sich Shops mit Kunsthandwerk, Cafés und einige alte Häuser. Kirchen mit alter Architektur, beispielsweise die St. Georg Kirche, zeugen ebenfalls von der Schönheit Strugas.

Weitere interessante Orte sind die Halveti Tekke, das Haus der Miladinovs, die Galerie Vangel Kodzoman und das Naturkundemuseum Nikola Nezlobinski.

Das megalithische Observatorium von Kokino



Das megalithische Observatorium von Kokino wurde erst 2001 entdeckt, aber archäologische Funde legen nahe, dass es um 1800 v. Chr. erbaut wurde und dazu diente, die Bewegungen von Sonne und Mond sowie Himmelserscheinungen zu beobachten.

Das antike Observatorium nimmt einen Radius von 100 Metern ein und ist 90 Meter lang und 50 Meter breit.

Ein Besuch in Kokino ist eine einzigartige Erfahrung, denn Du erhältst einen Einblick, wie die frühzeitlichen Menschen die Geheimnisse der Himmelsregion beobachteten und verstanden.

Wenn Du die antiken Markierungen des Ortes betrachtest, kannst Du Dein Wissen über traditionelle Beobachtungspraktiken erweitern.

Nachdem die Genauigkeit der Markierungen festgestellt wurde, setzte die NASA Kokino 2005 auf die Liste der archäologischen Observatorien.

2010 erklärte die UNESCO Kokino zum Weltkulturerbe.

Wohin in Mazedonien - Vol.I