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Mazedonische Naturparadiese: Matka und Dojran

Nur 30 Minuten von der Hauptstadt Skopje entfernt, liegt ein grünes Juwel des Landes: die Matka-Schlucht. Für die Einheimischen eines der beliebtesten Erholungsziele mit einer reichen Fauna und Flora.

Der Touristenführer Kiro Angeleski erklärt, “die Matka Schlucht beheimatet viele unterschiedliche Tiere und Pflanzen, einge von ihnen sind endemisch, es gibt sie nur hier. Matka bedeutet übersetzt Schoß, Fruchtbarkeit. Die Atmosphäre fühlt sich geheimnisvoll an und ist voller positiver kosmischer Energie. Menschen, die hier herkommen, können sich völlig entspannen.”

Der Fluß Treska schlängelt sich gemächlich durch die Schlucht, wo sich einige atemberaubende Schätze verbergen – unter ihnen die berühmte Vrelo Höhle.

Millionen Jahre Erosion haben dieses geologische Schmuckstück geformt, zahlreiche Tropfsteine säumen das Innere. Aber der beeindruckendste Teil der Höhle liegt unter Wasser. Experten zufolge könnte es die tiefste Unterwasserhöhle der Welt sein.

Kiro Angeleski war der erste mazedonische Taucher, der diese Höhle erforschte.

Angeleski meint, “wenn du in die Dunkelheit eintauchst, ist es so, als würdest du dich in eine andere Welt begeben. Es ist ein intensives Gefühl. Du musst dich sehr konzentrieren, denn beim Höhlentauchen gibt es keinen Spielraum für Fehler. Wenn ich in dieser Unterwasserhöhle tauche, dann habe ich gemischte Gefühle. Ich spüre gleichzeitig Angst, Freude, Glück und Aufregung.”

Vor vier Jahren nahm er an einer ganz besonderen Expedition teil. Ein internationales Team erforschte die Höhle. Der berühmte italienische Höhlentaucher Luigi Casati stellte mit 212 Metern Tiefe einen neuen Rekord auf.

Wieder zurück am Tageslicht machen wir uns auf den Weg zu einem anderen malerischen Ort – dem Dojran-See an der Grenze zu Griechenland. Obwohl der kleinste tektonische See des Landes nur 10 Meter tief ist, wimmelt es von Fischen. Er gilt als einer der fischreichsten Seen Europas – mit 15 verschiedenen Arten.

Tome Baltakov hat sein ganzes Leben in Dojran verbracht. Der 82-Jährige war über die Hälfte seines Lebens Fischer. Heute gibt er sein Wissen an die jüngere Generation weiter. Er beschreibt: “Auf eigene Faust kannst du nicht als Fischer arbeiten. Du musst immer zu zweit sein, das ist echte Team-Arbeit. Einer wirft das Netz aus, der Zweite rudert. Dann müssen wir das 30 bis 80 Kilogramm schwere Netz mit Fischen herausziehen und den Fang zur Fischerhütte zurückbringen.”

Im Winter wird der Fisch zum Teil noch nach uralter Tradition gefangen, mit der Hilfe von Kormoranen. Der Fisch flüchtet vor den Vögeln und das nutzen die Fischer, um die Fische in ihren Netzen zusammenzutreiben. Heute zeigt uns Gyorgi Stojanov die moderne Technik des Fischfangs. “Am Abend fahren wir auf den See, um die Netze ins Wasser zu werfen. Noch vor Sonnenaufgang ziehen wir sie wieder ein. Wir bringen sie zur Fischerhütte, säubern den Fisch und bereiten die Netze für den nächsten Fang vor,” meint Stojanov.

Der 25-Jährige fährt jeden Tag auf den See heraus – keine leichte Aufgabe. “Das Leben eines Fischers ist hart, denn im Winter ist es windig und eisig,” erklärt er. “Im Sommer arbeiten wir in der Hitze, aber mir gefällt es, denn es gibt mir viel Energie.”